Berechnung der Nachhallzeit in Rechteckräumen mit ungleichmäßiger Absorberverteilung
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Abstract:
In Räumen mit einer nicht gleichmäßigen Verteilung der Schallabsorption, z.B. einem Raum mit hochabsorbierender Unterdecke und schallharten Wänden, werden oftmals deutlich längere Nachhallzeiten gemessen, als sie durch die Berechnung nach Sabine oder Eyring prognostiziert werden. Dabei wird oft beobachtet, dass die Nachhallkurven keinen geraden, sondern einen durchhängenden Verlauf haben. Dieses Problem ist schon lange bekannt, so dass hierfür Berechnungsverfahren entwickelt wurden, zum Beispiel von Fitzroy und Arau-Puchades und DIN EN 12354-6. Diese Verfahren basieren auf einer besonderen Art der Mittelung der in den verschiedenen Raumrichtungen vorhandenen Absorptionsgrade oder Nachhallzeiten. Ein Vergleich dieser Verfahren mit Messungen wurde auf der DAGA 2018 vorgestellt. In diesem Beitrag wird ein neues Berechnungsverfahren für Rechteckräume vorgestellt, das auf der Mittelung von Abklingkurven in den drei Raumrichtungen und dem Diffusfeld basiert. Es kann damit durchhängende Nachhallkurven aufweisen, aus denen die Nachhallzeit berechnet werden. Beispielhaft werden Vergleiche von Messungen mit Rechenergebnissen gezeigt. Das Verfahren liefert eine gute Übereinstimmung, wie die statistische Auswertung für eine größere Anzahl an Räumen mit ungleichmäßiger Verteilung der Schallabsorption bestätigt.